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Haltung

Geckos sollten in einem Terrarium gehalten werden. Die optimale Größe richtet sich hierbei nach der Art, beträgt im Normalfall aber 90 - 140 l. Es ist wichtig, dass das Terrarium überall fest verschlossen ist und die Tiere keine Möglichkeit haben den Deckel aufzudrücken und zu entwischen. Das Terrarium sollte über eine Tageslicht-Leuchtstoffröhre verfügen, da diese eine Lichtzusammensetzung liefert, die den natürlichen Sonnenstrahlen sehr ähnlich und für die Tiere lebenswichtig ist. Die Temperatur, die ebenfalls von Art zu Art verschieden sein sollte, kann durch einen Infrarot-Wärmestrahler oder eine Heizmatte reguliert werden, da Taggeckos schattige Plätze der vollen Sonne vorziehen. Außerdem sollte die relative Luftfeuchtigkeit des Terrariums ständig kontrolliert werden und auch für Frischluft muss gesorgt sein. Als Untergrund ist Rindenmulch oder Blumenerde am Besten geeignet, jedoch muss man darauf achten, dass diese nicht mit Dünger oder Pestiziden behandelt ist. Da Taggeckos gerne Klettern, sollte man größere Äste im Terrarium anbringen. Dabei sollten aber keine Äste verwendet werden, die zu leicht vermodern und wenn man die Äste direkt aus der Natur hat, empfiehlt es sich sie abzukochen, damit sich unter der Rinde keine Insekten oder Bakterien mehr befinden. In einem möglichst natürlichen Terrarium sollte man auf Pflanzen nicht verzichten, da die Tiere die Wassertröpfchen von den Blättern lecken (deshalb muss täglich lauwarmes, kalkarmes Wasser versprüht werden) und somit kann auch auf einen zusätzlichen Wassernapf verzichtet werden. Eine sehr beliebte Pflanze im Terrarium ist Efeu, da die Pflanze ein Schattengewächs ist und nicht allzu viel Licht benötigt. Gefüttert werden die Tiere mehrmals in der Woche, was aber - genau wie die Art der Nahrung - von der jeweiligen Art abhängig ist. Die allermeisten Arten können paarweise, ein Männchen und ein Weibchen, gehalten werden. Zur erfolgreichen Zucht können aber bei manchen Arten auch mehrere Tiere nötig sein. Bei einigen Arten benötigen die Männchen einen Konkurrenten, um paarungsbereit zu werden, andere sind nur paarungswillig, wenn sie mehrere Weibchen um sich herum haben. Man sollte sich vor der Anschaffung der Tiere aber erkundigen, ob die entsprechende Art leicht zu vermehren ist, denn bei manchen Arten stellt dies häufig ein Problem dar. Man muss vor allem beachten, dass Taggeckos sehr stressempfindliche Tiere sind. Es gibt einige Arten, bei denen schon die ständige Anwesenheit von Menschen zu Stress führen kann. Man sollte sich in der Nähe des Terrariums daher immer langsam bewegen und vor allem keine hektischen Bewegungen machen. Anlangen sollte man die Tiere auch nur dann, wenn es sich nicht vermeiden lässt, zum Beispiel im Krankheitsfall. Stress kann bei den Tieren zu Krankheiten führen und in extremen Fällen sogar zum Tod. Außerdem kann es vorkommen, dass die Tiere in Stresssituationen ihren Schwanz abwerfen. An dieser Sollbruchstelle kann ein neuer Schwanz nachwachsen, der allerdings meist etwas anders gefärbt, verkürzt und dicker als der alte ist. Bei einem erneuten Abwurf verliert der Gecko seinen Schwanz dann aber vollständig, sofern er nicht nur leicht angebrochen ist.